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Ballett gilt als eine der härtesten Disziplinen in der Welt der Künste. Es dauert meist mehrere Jahre bis die Bewegungen, Schritte und Sprünge eines Tänzers zufriedenstellend sind. Die gesamte Tanzart an sich ist bereits nicht gerade einfach, es gibt jedoch auch im Ballett noch einmal spezielle Bewegungen und Schritte, die darüber hinaus noch eine Extraportion Zeit und Training erfordern. Das Endergebnis mag graziös und mühelos aussehen, doch dies wird in Wahrheit nur durch jahrelanges, hartes Training erreicht. Wir haben hier für dich einmal die schwersten Schritte und Bewegungen, die es im Ballett gibt, zusammengefasst.

 

Spitzentanz

 

Während jede Ballerina davon träumt, die perfekte Spitzentechnik zu haben, wird dieser Traum nur durch hartes Training Realität - und oftmals nicht einmal dann. Es dauert mehrere Jahre und viel Training, bis ein Tänzer eine zufriedenstellende Spitzentechnik entwickelt hat. Beim Spitzentanz wird das gesamte Körpergewicht des Tänzers einzig und allein von der Fußspitze getragen. Spitzenschuhe unterstützen und stärken den Fuß des Tänzers dabei, das Gewicht auf den gesamten Fuß und nicht nur auf die Zehen zu verteilen. Spitzenschuhe verlängern den Fuß außerdem und verleihen ihm somit ein eleganteres Aussehen. Spitzenschuhe sorgen neben einer besseren Struktur für den Fuß auch für einen geraden Rücken. Ohne diese Schuhe wäre Spitzentanz einfach zu schmerzhaft.

 



Pirouetten

 

Pirouetten sind nicht nur eine der weitläufig bekanntesten Bewegungen einer Ballerina, sie sind auch unglaublich schwer auszuführen. Sie erfordern Balance, eine gute Technik und - wie alle Ballett Bewegungen - jede Menge Training. Tänzer verbringen Stunden, Tage und Jahre, um diese Drehungen zu perfektionieren. Das Geheimnis der perfekten Pirouette liegt in der Spotting-Technik: Diese verleiht Balance und Kontrolle.

 

 

Fouette

 

Die Bezeichnung Fouette kommt von dem französischen Wort für peitschen. Der Tänzer “peitscht” beim Drehen sein ausgestrecktes Bein vom Körper weg und zieht es dann wieder im Passé an den Körper zurück. Es ist eine der schwierigsten Drehungen im Ballett und erfordert viel Übung. Im Schwanensee gibt es 32 Fouettes am Stück, du kannst dir sicher vorstellen, wie viel hartes Training dies erfordert. Dies ist eine der schwierigsten Sequenzen in jedem Ballett.

 

Colorado Ballet Primaballerina Sharon Wehner zeigt hier “32 Fouettes” aus dem Schwanensee.

 

 

Grand Jeté

 

Das Grand Jeté ist ein echter Publikumsmagnet, allerdings auch unglaublich schwer zu erreichen. Die Haltung, Gleichgewicht und Technik sind für diesen Sprung unerlässlich. Der Tänzer springt hierbei in die Luft und performt einen Spagat, bevor er anmutig landet. Es ist natürlich enorm wichtig, dass der Tänzer dabei sanft und leise landet. Für diesen Sprung ist neben der Sprungkraft auch ein hohes Maß an Flexibilität erforderlich

 

In diesem Video siehst du, wie der Solotänzer der Mikhailovsky Ballet Company, Ivan Zayzev, ein Grand Jeté hinlegt.

 

 

Grand Adage

 

Das Grand Adage sieht vielleicht auf den ersten Blick nicht so schwer aus, wie andere Bewegungen auf dieser Liste, dieser Eindruck täuscht jedoch. Diese Bewegung kostet eine irrsinnige Kraft und Körperkontrolle. Der Tänzer steht dabei auf einem Bein, während das andere auf Hüfthöhe um den Körper bewegt wird. Hierbei darf die Balance nicht verloren werden, was eine gute Körperkontrolle und viel Muskelkraft erfordert. Die Bewegungen müssen kraftvoll, langsam und gleichmäßig ausgeführt werden.

 

 

Denke immer daran, dass diese Ballett Bewegungen und Schritte nicht einfach sind und dass wir durch Fehler lernen und uns weiterentwickeln. Gib nicht auf! Auch die besten Tänzer haben Jahre gebraucht, um diese und andere Bewegungen zu perfektionieren. Einzig und allein Geduld und viel Training bringen dich ans Ziel.

 


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